Ötigheim
Neue Ortsmitte
Wettbewerb, 2025
Die Ortsmitte wird zu einem barrierefreien, grünen und lebendigen Treffpunkt für alle Generationen umgestaltet. Drei neue Plätze verknüpfen Rathaus, Mehrzweckhalle, Schule und Bahnhof, bieten Raum für Veranstaltungen, Aufenthalt und Spiel und öffnen die Ortsmitte mit neuen Wegen zur Umgebung. Verkehrsberuhigte Straßen, neu geordnete Parkplätze und gut erreichbare Fahrradstellplätze erhöhen Sicherheit und Aufenthaltsqualität. Ein blau-grünes Infrastrukturkonzept mit Wasserbecken versickerungsfähigen Belägen und klimaresilienter Bepflanzung verbessert Mikroklima, Regenwasserbewirtschaftung und Biodiversität. Rathaus und Mehrzweckhalle werden funktional neu geordnet, barrierefrei erschlossen und durch neue Vorplätze klar adressiert, während Antonihaus und Bahnhofstraße 29 zusätzliche Räume für Bildung, Betreuung und Wohnen in zentraler Lage bieten.
Von der baulichen Struktur soll grundsätzlich so viel wie möglich erhalten und ertüchtigt werden, wobei natürlich die Anforderungen der Nutzung im Vordergrund stehen. Die Ertüchtigung des Gebäudebestandes ermöglicht die Vermeidung überflüssiger CO2-Emissionen.
Das Rathaus wird umfassend umgebaut und erweitert, um den zukünftigen Raumbedarf zu decken. Der Anbau aus den 1960er-Jahren wird zurückgebaut, nach Süden und Osten entsteht ein Erweiterungsbau mit eigenständigem Giebel, der dem Rathaus eine prägnante, zugleich ortsbildgerechte Silhouette verleiht. Eine neue, großzügige Mittelzone rund um das Treppenhaus verbindet Haupt- und Nebeneingang und ordnet die Funktionsbereiche. Über eine Rampe auf der Südseite werden alle Bereiche barrierefrei erschlossen. In der Gestaltung knüpft das Rathaus an lokale Bautradition an: Sockel und Fensterlaibungen aus ortstypischem Sandstein sowie eine mineralische Putzfassade sorgen für ein vertrautes Erscheinungsbild, Langlebigkeit und reduzierte CO2- und Folgekosten, sodass Alt- und Neubau zu einem stimmigen Ganzen verschmelzen.
Die Mehrzweckhalle wird größtenteils erhalten, erfährt aber eine Neuordnung. Zentrale Rolle dabei spielen die beiden neu geschaffenen Foyers mit ihren Vorplätzen.
In der neuen Mitte soll ein robustes Energiesystem mit hohem Autarkiegrad installiert werden, das eine flexible und sehr kostengünstige Versorgung sicherstellt. Hierzu wird ein Energiecluster vorgeschlagen, welches alle Gebäude in öffentlicher Hand verbindet. Ein Nahwärmenetz auf Geothermie-Basis verbindet Rathaus, Mehrzweckhalle, Antonihaus und Schule und kann weitere potenzielle Wärmeverbraucher miteinbindet.
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Nutzung |
Rathaus, öffentliche Nutzungen |
| Verfahrensart | Wettbewerb |
| Zeitraum | 2025 |
| Ort | Ötigheim Rathausumfeld |
| Bauherr | Gemeinde Ötigheim |
| Tragwerksplanung |
SLP Beratende Ingenieure Wittemann Linsin Jackson PartG mbB |
| Brandschutz |
Brandschutzbüro Eger |
| Energiekonzept |
enocoo GmbH |
| Freiraumplanungs | freiraumwerkstadt Deißler Göpel Landschaftsarchitekten |
| Team |
Julia Goldbach, Saverio Haass, Marsil Hanen, Simon Hanen |